Hörtest Termin Dez. 2014

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Der K&T Abhörraum in Duisburg war uns bereits bekannt. Seine stark absorbierende Akustik lässt die Probanden sehr trocken und präziese klingen, hat jedoch nicht gerade gängige Reflexionseigen-schaften, wie sie in den meisten Wohnräumen vor-zufinden sind. Zudem benötigen die Lautsprecher eine höhere Eingangsleistung, um den erwünschten Schalldruck zu erzeugen. Die Scan Speak "Ophelia" klang zwar sehr auflösend, jedoch recht müde und etwas leblos. Und doch sind wir von dem vorge-führten Sound immer wieder angetan. Die Accuphase A-46 an der Vorstufe C-2420 ist natürlich unter Hifi Endstufen ein Wattklotz ohne gleichen. Klanglich unstreitig besser als die Modelle aus den 80er und 90er Jahren, die nach unserer Einschätzung viel zu analytisch klangen, mit starrer Struktur, zu viel "erklärten", dem Hörer wenig Raum für die eigene Fantasie übrig ließ. Trotz des äußerst hohen Qualitätsstandards der Vor-/ Endstufe fehlte mir an der "Little Bast" etwas Wärme, die ich zuvor nicht vermisste, trotz starker Raumbedämpfung.

Über dieses Monsterlaufwerk von Transrotor hätten wir zu gerne die Selbstbaukombinationen gehöhrt. Leider lief "nur" CD.

Das D´Appolito Modell "Kura" klang von den vörgeführten Boxen am ausgewogensten. Der feine Mittelhochtonbereich - durch die nicht gerade günstigen Morel Kalotten und Audaphon Bändchen - klingelte sehr angenehm in den Ohren, auch wenn ihnen, für uns Hochwirkungsgradhörer, der gewisse Kick fehlte.

Die Vienna Acoustics, mit Koax-System - wäre als Industrie-Kokurrenz sicherlich aufschlussreich gewesen.

Eben solche Kombinationen lieben wir: Dar Modell "Phi" mit Visaton Bestückung besticht ganz gewiss mit ausgesprochen knackiger Dynamik. Die Positionierung der Breitbänder ähnelt einem Koax-System, mit allen akustischen Vorteilen. Wurde am Termin leider nicht getestet...next time.

Die Power Trio 15-1772 von Blue Planet Acoustic wurde breits auf der High-End in München vorgestellt, bedauerlicherweise auch dort nicht vorgeführt. Offene Schallwände haben nach unserer Erfahrung einen gewaltigen Vorteil: die von der Rückseite der Membran komprimierten Luftmoleküle werden nicht zurück an die Membran "geschleudert", was den Sound so frei und luftig macht. Die 15" Bässe ähneln in Erscheinung und Aufbau den Eminence Kappa 15. Der Tang Band WB-1772 halten wir für einen erschwinglichen und universell einsetzbaren Breitbänder. Eine hübsche uns bestimmt impulsive Lösung, die uns für künftige Projekte inspiriert.

Das wär´s gewesen: Auch dieser uns unbekannte Kinolautsprecher fand nicht den Weg in den Hörraum. Auch hinter Vorhängen versteckt entdeckten wir so manches Schätzchen vom K&T Team.

Gespannt waren wir natürlich, wie die etwa 25 Zuhörer auf die "Little Blast" reagierten: Selbst bei seichten Jazz und Blues Aufnahmen tönten sie sehr livehaftig. Erstaunlich fand das Auditorium, mit welchen Dynamikattacken diese eher mickrigen 25 Liter Kistchen aufspielen konnten. Zwei Zuhörer waren die gut 100 dB, als eine mitgebrachte Deep-House CD lief, einfach zu laut. Da merkt man, wie verschieden die subjektiven Hörgewohnheiten sind... Vielleicht lag es auch an dem recht geringen Hörabstand zur Box."Im Allg. ist es sehr wichtig eine Box mit mehreren und unterschiedlich klingenden Amps zu betreiben, um divergierende Testergebnisse zu erzielen.

Mit den Leuchttürmen Holger Barske und Thomas Schmidt zu plaudern und fachzusimpeln war wie immer sehr anregend und spaßig."

 

 

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